Der Liebenberger Ausbildungspakt

Im Rahmen des Modellprojektes zur Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen des Landkreises Oberhavel (Brandenburg) werden mit Hilfe der DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement Jugendliche im Garten- und Landschaftsbau und als Maler ausgebildet.
 
Mit dem Ausbildungsprojekt wird Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz finden, die Möglichkeit zum Start in eine erfolgreiche berufliche Zukunft eröffnet.
Die Auszubildenden erhalten die Chance in Ausbildungsberufen tätig zu werden, die aufgrund der regionalen Situation auch eine Nachfrage am Arbeitsmarkt erfahren. „Ich bin begeistert wie sich unsere Auszubildenden den Themen annehmen und ihren Aufgaben stellen; die persönliche Entwicklung von allen ist sehr positiv. Dies wirkt sich dann natürlich auch positiv auf ihre Arbeit aus, was nicht nur der DKB Stiftung auffällt, sondern vor allem auch den Besuchern von Schloss und Gut Liebenberg “ sagt Martin Honerla, Vorstand der DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement.

Eine von den 25 Auszubildenden ist Jacqueline Spannberg, die im Oktober 2007 einen Ausbildungsplatz in Liebenberg bekommen hat. Sie ist in der Gärtnerei von Schloss & Gut Liebenberg tätig: „[…] Mit der Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau auf Schloss & Gut Liebenberg wird Gärtnerin nicht nur mein Beruf, es ist auch gleich mein Hobby geworden. […] Nach Abschluss der Ausbildung möchte ich unbedingt eine Weiterbildung zur Gartenbautechnikerin machen. Meine kleine Tochter habe ich übrigens auch schon mit dem Gartenvirus infiziert: Sie will auch Gärtnerin werden. Model und Feuerwehrmann sind out.“

Für Sie verantwortlich auf Schloss & Gut Liebenberg, ist Lars Hansel; der Gartenbautechniker lehrt die zukünftigen Gartenprofis alles, vom Pflastern und Mauern über Teich-, Spiel- und Sportplatzbau bis hin zu Dachbegrünung. Sein Kollege zur Ausbildung der Maler und Lackierer ist Bernd Skupski, der selber Malermeister und Restaurator ist. Wer bei Ihm in der Lehre ist, lernt mehr, als einfaches Wände streichen. Denn nach Skupskis Meinung ist der Beruf des Malers ein Sprungbrett in verschiedenste Branchen wie Design, Raumausstattung oder Restauration: „Ein gut ausgebildeter Maler hat immenses Potenzial, in andere, hoch qualifizierte Berufe zu wechseln.“

Der Liebenberger Ausbildungspakt wurde 2005 als Verbund von mehreren Partnern gegründet: der DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement, dem Landkreis Oberhavel, mehreren Lehrbetrieben und der TÜV Rheinland Akademie GmbH, die die Maßnahme fachlich beaufsichtigt und sozialpädagogisch betreut.