„Hidden Places“

Wirkungsfeld

„Hidden Places“

Ländliche Räume zukunftsfähig gestalten? Ohne die Beteiligung Jugendlichen nicht vorstellbar!

Viele Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf stellen sich die Frage: Gehen oder bleiben? gar nicht erst. Es gibt keine weiterführenden Schulen mehr in der Nähe, der ÖPNV wird ausgedünnt, die Infrastruktur zurückgebaut und auch Freizeitangebote sind rar. Viele junge Menschen kehren ihren Wurzeln für Studium, Ausbildung und Arbeit den Rücken und ziehen in Städte. Die Älteren bleiben zurück.

Unser Projekt „Hidden Places“ schult die Wahrnehmung von Jugendlichen und befähigt sie sich über Kunst und Kultur fantasievoll mit ihrem Alltag im ländlichen Raum vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auseinander zu setzen.

Mittels sozialdokumentarischer Fotografie beschäftigen sich die Mädchen und Jungen im Alter von 16-17 Jahren, in Form von Landschaftsfotografien, mit Eindrücken aus ihrem direkten Umfeld, ihren Empfindungen und entwickeln darüber eine Vision für die Gestaltung ländlicher Räume. Unterstützt wird das Projekt „Hidden Places“ von der Fotokünstlerin Kathrin Karras aus Grüneberg, einem Ort in direkter Nachbarschaft zum Stiftungssitz.

„Augen auf!“, heißt es dort für die Jugendlichen, auf der Suche nach Orten mit denen sie ihren Problemen, Sehnsüchten und Ängsten in Form von Fotografien Ausdruck verleihen können. Geleitet von Intuition, Neugier und von Empathie suchen sie Orte aus, mit denen sie etwas verbinden. Orte die sie umgebende Landschaften und Räume charakterisieren. Dabei nutzen sie die Fotografie als Mittel der Bestandsaufnahme und der Beschreibung, diskutieren die entstandenen Aufnahmen in Gruppen- und Einzelgesprächen und treffen eine Bildauswahl. Neben den theoretischen Grundlagen wie Bildaufbau, Bildgestaltung und dem Umgang mit Digitalkameras vermittelt das Projekt auch soziale Kompetenzen, wie Kritikfähigkeit und Selbstreflexion.

Hand in Hand – Gemeinsam mit den inklusiv arbeitenden Teams des Handwerkerhofes auf Schloss & Gut Liebenberg verwandeln die Jugendlichen ihre aussagekräftigsten Aufnahmen in kleine Kunstwerke. Dazu werden Leuchtkästen selbst gebaut, mit den besten Fotos zusammengeführt und anschließend in der Exin Oberschule in Zehdenick ausgestellt.

Die Welt von morgen ist veränderbar. Das möchten wir mittels künstlerischer Methoden verständlich machen. Dazu verknüpfen wir die künstlerischen Methoden mit naturwissenschaftlichen Fachbereichen. Das weckt die Neugierde der Jugendlichen, stärkt vernetztes Denken, fördert ihre Handlungsbereitschaft und bildet ihren individuellen künstlerischen Ausdruck aus.

Wenn auch Sie Interesse an diesem Projekt und einer Durchführung an Ihrer Schule haben, dann wenden Sie sich an Ulrike Eichentopf unter der Telefonnummer 033094-700 466 oder per E-Mail an ulrike.eichentopf@dkb-Stiftung.de.

Impressionen

Weitere

Projekte

#DemokratieStärken – Jugendkonferenz der START-Stiftung

Wie können wir unsere Demokratie stärken? Was kann ich für eine starke und demokratische Gesellschaft tun? Wie kann gesellschaftlicher Zusammenhalt jenseits von kulturellen und religiösen Unterschieden gelingen? Was ist meine Rolle in der Gesellschaft und wie kann ich mich für ein demokratisches Miteinander engagieren Rund 200 Jugendliche kamen am 11. und 12. Juni 2018 zur Jugendkonferenz der START-Stiftung #DemokratieStärken nach Berlin, um diese Fragen mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und Zivilgesellschaft zu diskutieren. Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, sagte zum Konferenzauftakt: „Jede und jeder von uns, ob mit oder ohne Einwanderungsgeschichte, muss seine Potentiale entfalten und voll einbringen können. Die START-Stiftung und ihre Partner leisten mit ihrem START-Bildungsprogramm dazu einen wesentlichen Beitrag. Allen Absolventinnen und Absolventen gratuliere ich herzlich zu ihrem Abschluss! Wir brauchen ihren Einsatz für eine vielfältige Gesellschaft.“ Auf einer Demokratie-Rallye besuchten die Jugendlichen u.a. Sawsan Chebli, Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales des Landes Berlin, die MdB Mechthild Heil (CDU) und Andreas Rimkus (SPD), Gründer und Social Entrepreneurs wie Dr. Joana Breidenbach (Betterplace) und Shai Hoffmann, Aktivist sowie Sabine Frank, Leiterin der Regulierung Verbraucher- und Jugendschutz von Google Germany. Mit ihnen diskutierten die Jugendlichen über deren Demokratieverständnis, deren Blick auf die Integrationsdebatte und die politische Stimmung im Land. Ihre Ergebnisse präsentierten sie anschließend auf einem Gallery-Walk. Die START-Stiftung ist der größte Förderer für engagierte Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland. Ihr Ziel ist es, herausragende junge Migrantinnen und Migranten in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung zu unterstützen und sie in ihrem Engagement für ein demokratisches Miteinander zu stärken. Wir, die DKB STIFTUNG, haben die Jugendkonferenz der START-Stiftung als Partner unterstützt.
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Der Vergangenheit eine Zukunft geben

Digitale Technologien haben in viele Lebensbereiche Einzug gehalten und die damit verbundenen Umbrüche machen auch vor der Bewahrung und Pflege des kulturellen Erbes, eine unserer Kernaufgaben als DKB STIFTUNG, nicht halt. Die Pflege einer Turmuhr, wie die der Liebenberger Kirche, ist aufwendig und schwierig. Besondere Aufmerksamkeit ist vor allem bei der Wartung der Schlagwerke mit den Seilzügen geboten, da diese überdehnen, irgendwann reißen können. Um den Aufwand für die Bedienung und Pflege deutlich zu reduzieren, ohne das historische Uhrwerk zu verändern, werden wir ab Juli 2018 in Kooperation mit der Gemeinde Falkental, die Turmuhr und das Schlagwerk auf einen elektrischen Antrieb umstellen. Die Uhr wird dann über einen Funkempfänger zu steuern sein.   Maßnahmen: Die Uhr und das Schlagwerk werden mit einem Elektromotor und einer elektronischen Uhrsteuerung ausgestattet. Das Schlagwerk wird dann halbstündlich und zur vollen Stunde schlagen. Die Glocke erhält ebenfalls eine elektronische Steuerung sowie einen linearem Antrieb. Durch diesen linearen Antrieb werden sich der Wartungsaufwand, die Körperschallausbildung und die Bauwerksbelastungen erheblich reduzieren.   Die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert ist das älteste Bauwerk Liebenbergs. Sie war wahrscheinlich eines der ersten dauerhaften Gebäude der Siedlung. Die bei der Urbarmachung der Umgebung gefundenen Steine dienten als Baumaterial. Ihr neogotischer Turm, den der Gutsherr Philipp Graf zu Eulenburg nach einem Brand Ende des 19. Jahrhunderts neu erbauen ließ, prägt auch heute noch den Schlosshof. Der Großuhrenmacher Richter aus Berlin verbaute darin 1894 eine Turmuhr mit zwei Glocken. Die kleinere der beiden Glocken wurde im Zuge der Aufgabe des Kirchengebäudes 1985, zusammen mit der Orgel, dem Altar mit Bild, der Kanzel, dem Gestühl und anderem beweglichen Inventar, an andere Kirchengemeinden verkauft bzw. übergeben und befindet heute sich in einer Kirche in Neuholland. Größere Maßnahmen zum Erhalt des denkmalsgeschützten Kirchengebäudes wurden erst 1992/1993 ergriffen. Eine erste Restaurierung der Turmuhr nach alten Vorlagen erfolgte 1993. Nun, 25 Jahre nach der Restaurierung wird die Uhr mit der Umstellung auf den elektronischen Antrieb, für die dauerhafte Nutzung zukunftsfähig gemacht. Die Umsetzung der Maßnahmen wird im Zeitraum Juli bis August 2018 stattfinden.  
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Olympisches Dorf von 1936

Zehn Kilometer westlich von Berlin wurde das Sportlerdorf für ca. 4.000 Athleten der XI. Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet. Unter Leitung des Architekten Werner March, der auch das Reichssportfeld und das Olympiastadion entwarf, entstand das Olympische Dorf in einer Bauzeit von nur zwei Jahren. Im Anschluss an das Sportereignis im August 1936 dienten die Gebäude als Kaserne eines Infanterielehrregiments der Wehrmacht, später als Lazarett. Nach dem 2. Weltkrieg nutzten Einheiten der sowjetischen Streitkräfte das Gelände. Die DKB STIFTUNG wurde mit der musealen Vermittlung des Flächendenkmals betraut und möchte Besucher, im Rahmen von Sonderführungen, über die vielen interessanten historischen Details informieren. Mehr Informationen zu unseren Führungen finden Sie hier. Bis ins Jahr 2016 hat sich die Stiftung um eine nachhaltige Entwicklung des Olympischen Dorfs von 1936 gekümmert. Im Mittelpunkt der Aktivitäten standen denkmalgerechte Landschaftspflege sowie Bausicherungs- und Verschönerungsarbeiten am historischen Bestand. Schwerpunkte bildeten hier das imposante Speisehaus der Nationen im Bauhaus-Stil, das Hindenburghaus, die Turn- und die Schwimmhalle sowie der Sportplatz. Dazu führte die Stiftung von 2009 bis 2013 umfassende Sicherungen im Rahmen des Förderungsprogrammes „Substanzerhaltung und Restaurierung von unbeweglichen Kulturdenkmälern von nationaler Bedeutung durch.“
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750 Jahre Liebenberg – Rares Filmmaterial aus DDR-Zeit wieder aufgeführt

Eingebettet in eine hügelige Landschaft, umgeben von Seen und Wäldern, blickt das beschauliche, circa 50 Km nördlich von Berlin gelegene, Örtchen Liebenberg auf eine lange und bewegte Geschichte, von zum Teil nationaler Bedeutung zurück. Vor 750 Jahren im Jahr 1267 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, war Liebenberg zunächst Tauschobjekt zwischen dem Markgrafen Otto IV. und Joannes II. von Brandenburg und dem Bischof Heinrich von Brandenburg. Die Besiedlung des Ortes geschah wahrscheinlich schon mehrere Generationen vorher. Im Spätmittelalter geschah aufgrund der reichlich sumpfigen und daher unfruchtbaren Umgebung Liebenbergs lange Zeit nur wenig am Ort. Längere Phasen der Entvölkerung und des Niedergangs endeten erst im 17. Jahrhundert, als die adelige Familie Hertefeld das Ländchen übernahm und die Gegend mit weitreichenden Kenntnissen in der Entwässerung rundherum urbar machte. Seitdem prosperierte der Herrensitz und hatte insbesondere unter der Herrschaft der Familie von Eulenburg eine Reihe von bekannten Gästen. Ende des 19. Jahrhunderts zum Beispiel den Schriftsteller Theodor Fontane. Wenig später, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, entspann sich, in Zusammenhang mit dem wohl prominentesten Gast, dem letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. und dessen Gastgeber in Liebenberg, Phillip Fürst zu Eulenburg einer der größten politisch-gesellschaftlichen Skandale des Deutschen Kaiserreichs rund um strikte Moral und reaktionäre Politik. Als DKB STIFTUNG haben wir es uns zur Aufgabe gemacht die uns anvertrauten großen und kleinen Kulturgüter von Schloss & Gut Liebenberg und die Zeugnisse einer bewegten Vergangenheit, zu pflegen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So unterstützen wir auch lokale Initiativen, die an uns herangetragen werden. 2017, im Jahr des 750-jährigen Ortsjubiläums, halfen wir ein Stück der jüngsten Geschichte Liebenbergs wieder in das Gedächtnis der heutigen Bevölkerung zu holen. Mit unserer Unterstützung wurde rares historisches Filmmaterial, aus der Zeit als das Gut der SED-Parteihochschule „Karl Marx“ zur Versorgung diente sichergestellt und wieder aufgeführt. Die in Privatbesitz befindlichen Schmalfilme, die das Leben, die Arbeit und den Zeitvertreib auf Schloss & Gut Liebenberg während der DDR-Zeit zeigen, wurden digitalisiert und konnten dann durch die Mithilfe der engagierten Bevölkerung, im Rahmen der Feierlichkeiten zum Ortsjubiläum zur Aufführung gebracht werden. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die noch heute im Dorf leben, sahen zur 750-Jahrfeier ihre eigene Vergangenheit im Film wieder. Die Zeit zwischen 1948 bis 1990, als sich Liebenberg im Besitz der SED befand, ist noch kaum erforscht. Mit den lange unzugänglichen Schmalfilmen wurde ein erster Schritt getan, diesen bedeutenden Zeitabschnitt als Gut Liebenberg ein hochproduktiver Landwirtschaftsstandort war, wieder in das Bewusstsein der Gegenwart zu rücken. Die DDR-Vergangenheit von Schloss & Gut Liebenberg wird auch künftig  weiter zugänglich gemacht und damit in der Identität des Ortes und in der jüngsten Geschichte seinen Platz finden. Bereits begonnen hat die  Bergung und Sichtung von historischen Dokumenten zum Gutsbetrieb aus der DDR-Zeit. Sie möchten uns dabei unterstützen die Geschichte rund um Schloss & Gut Liebenberg wieder zugänglich zu machen? Schreiben Sie uns. Kontakt: Dr. Thomas Steller, Leitung Bildung und Museum thomas.steller@dkb-stiftung.de, Tel.: 033094/700256  
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