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Verborgene Orte rund um das Schloss Liebenberg

Liebe Gäste! Liebenberg ist voller Geheimnisse und interessanter Geschichten! Da wir Sie nicht persönlich zu einer Führung in Liebenberg begrüßen können, laden wir Sie zu einem digitalen oder privaten Besuch ein. Diese Online-Führung stellt Ihnen einige spannende aber eher verborgene Orte und Geschichten rund um das Schloss und Gut Liebenberg vor. Bislang unveröffentlichte Fotos und viele geschichtliche Informationen geben Ihnen einen Einblick in das vergangene Leben auf dem Schloss und Gut. Wir wünschen Ihnen viel Freude in Liebenberg!

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Internationaler Museumstag – Liebenberg digital entdecken!

Liebe Kulturinteressierte aus Nah und Fern! Herzlich willkommen zum Internationalen Museumstag auf Schloss & Gut Liebenberg!

Der Internationale Museumstag in Liebenberg findet dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie weitestgehend digital statt. Wir laden Sie herzlich ein zu einer virtuellen Erkundungstour zur spannenden Vergangenheit und Gegenwart Liebenbergs: Erkunden Sie filmisch und in Online-Ausstellungen die Glanzzeit Liebenbergs! Entdecken Sie monumentale Kunstschätze und die verborgenen, unbekannten Seiten Liebenbergs in einem virtuellen Rundgang. Steigen Sie ein in die Museumssammlung mit tausenden spannenden Artefakten und deren Geschichten und lernen Sie berühmte Persönlichkeiten wie Theodor Fontane kennen, die Liebeberg bekannt gemacht haben.  
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Starke Charaktere zum Internationalen Frauentag – Libertas Schulze-Boysen

Zum Internationalen Frauentag 2021 geben wir in diesem Jahr mit einem Digitorial Einblick in das beeindruckende Leben von Libertas Schulze-Boysen. Libertas Schulze-Boysen (1913-1942) kämpfte während des Nationalsozialismus für Frieden und Freiheit, Menschlichkeit und Solidarität und gegen die Unterdrückung und Diskriminierung. Sie und viele Mitstreiter*innen gaben ihr Leben für den Einsatz für Gerechtigkeit. Libertas, die in Liebenberg, dem heutigen Sitz der DKB STIFTUNG, aufwuchs, wandelte sich von einer Mitläuferin zur Gegnerin des Nationalsozialismus. Starke Frauen wie sie können Vorbilder sein und uns alle darin bestärken, uns immer wieder gegen Diskriminierung zu stellen.

Der Internationale Weltfrauentag ehrt Frauen. Er ist zugleich eine Erinnerung daran, dass viele Frauen in Deutschland und im Rest der Welt noch immer Sexismus, Gewalt und strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt sind. Er ist deshalb auch ein Aufruf an die gesamte Gesellschaft, sich für die selbstverständlichen Rechte von Frauen einzusetzen und Gleichberechtigung und Chancengleichheit endlich in allen Bereichen umzusetzen.

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Der Liebenberger Kaiserwal

Das Objekt des Monats März aus der Sammlung des Liebenberger Museums

Knapp zweihundert Kilometer sind es vom Löwenberger Land bis zum nächsten Meer und doch haben es die Überreste eines Wals bis nach Schloss Liebenberg geschafft. Zwei gewaltige drei Meter lange Kieferknochen und fünf Wirbel hat einst der Schlossherr Philipp Fürst zu Eulenburg und Hertefeld als Souvenir mit nach Hause gebracht. Der enge Freund von Kaiser Wilhelm II. war zwischen 1889 und 1903 ganze zwölf Mal bei den jährlichen Nordlandfahrten seiner Majestät nach Skandinavien auf der Staatsyacht S.M.Y. Hohenzollern dabei. Über seine Erlebnisse auf den Schiffsreisen und die weltpolitischen Entscheidungen die nebenbei gefällt wurden erschien später sogar das zweibändige Buch „Mit dem Kaiser als Staatsmann und Freund auf Nordlandreisen“.

Kaiser Wilhelm II. war trotz der Behinderung seines linken Arms ein begeisterter Jäger und soll an seinem vierzigsten Geburtstag während einer Jagd in der Mark Brandenburg bereits die Erlegung seines 50 000. Tieres gefeiert haben. Nach Liebenberg kam der Kaiser oft und gern zur Jagd. Ob Wilhelm II. auch den Wal selbst erjagt hat, ist nicht bekannt. Immerhin verließ er am 15. Juli 1892 seine bequeme Yacht und erlebte vor Tromsø auf dem norwegischen Walfangdampfer Duncan Grey den Fang eines Seiwals. Das Tier wurde damals mittels einer mit Sprengstoff gefüllten Harpunenspitze erlegt. Vermutlich gehören die Liebenberger Knochen zu diesem Wal. Seiwale sind stattliche Tiere, die bis zu 20 Meter lang und 45 Tonnen schwer werden können.



Philipp zu Eulenburg brachte die Trophäen mit nach Liebenberg und stellte die langen Kieferknochen im Laubengang des Archivgebäudes am Schlosshof aus. Dort befanden sie sich bis 1945, als nach der Besetzung des Schlosses durch Truppen der Sowjetischen Armee der Nordflügel und das Archiv niederbrannten. Die Walknochen wurden nach dem Brand und dem darauffolgenden Abriss ironischerweise im 16 Meter tiefen Schacht des Kaiserbrunnens versenkt. Dieser war 1895 ebenfalls ein persönliches Geschenk des Kaisers gewesen. Als Symbol des „Preußischen Junkertums“ wurde der Brunnenaufbau in den Nachkriegsjahren zerstört, bzw. mit den Walknochen im Brunnenschacht entsorgt.



Erst 2003 wurden dieses Artefakte im Zuge des Neuaufbaus des Schlosses durch die Deutsche Kreditbank bei archäologischen Untersuchungen des Schlosshofes wieder aufgefunden und gesichert. Die Walknochen- und wirbel haben 50 Jahre Außenanbringung und 70 Jahre Verfüllung erstaunlich gut überstanden. Heute werden sie im Museum und Schlossrestaurant der Öffentlichkeit präsentiert bzw. sicher im Sammlungsdepot verwahrt.



Um noch mehr über die spektakulären Liebenberger Walknochen zu erfahren, wendet sich die DKB Stiftung derzeit an renommierte deutsche Naturkundemuseen mit der Bitte um eine genaue Bestimmung der Skelettteile. Unter Umständen könnte dabei eine DNA-Analyse des Knochenmaterials für spannende Ergebnisse sorgen.

Besuchen Sie auch die Seite der Museumsdatenbank museum-digital.de! Hier werden wir nach und nach Teile der Liebenberg Sammlung online stellen und damit unseren Beitrag zur Vermittlung der reichen Brandenburger Geschichte einem weiteren Publikum verfügbar machen.

Hier geht’s zu unserem aktuellen Objekt des Monats März, dem Liebenberger Kaiserwal: Brandenburg Museum digital - Der Liebenberger Kaiserwal  

Als Objekt des Monats Februar faszinierte:

Der Klavierhocker des Botho Sigwart zu Eulenburg





Die Bilder in den Impressionen zeigen: Eine Jagd auf Schloss und Gut Liebenberg, den Laubengang des Archivgebäudes am Schlosshof mit den ausgestellten langen Kieferknochen des Wals, den Schacht des Kaiserbrunnens mit Walknochen, die Walknochen.
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