Eulenburg und Fontane

Eine Beziehung auf Augenhöhe?

Die Begegnung zwischen Theodor Fontane und Graf Philipp zu Eulenburg überbrückte Standesgrenzen und gewährte Beiden Vorteil und Nutzen. Beide suchten voneinander zu profitieren: Fontane wurde bei seinen Aufenthalten in Liebenberg wiederholt in das familiäre Leben auf dem Adelssitz einbezogen. Er konnte Kontakte knüpfen und das reiche Archivmaterial einsehen. Beides diente ihm als Stoffsammlung für seine literarischen Werke und den geplanten Band „Fünf Schlösser“.

Graf Philipp zu Eulenburg erhoffte sich mit Hilfe des bekannten Schriftstellers und Journalisten wohl die Hebung des Ansehens seiner noch jungen Liebenberger Familienlinie, der Eulenburgs. Zudem wollte der musisch veranlagte Graf, dass seine schriftstellerischen Ambitionen und seine Etablierung als Autor durch Fontane gefördert würden.

Graf Phillip zu Eulenburg schreibt am 27.05.1880 einladend an Fontane:

„Ich bin stolz darauf versichern zu können, dass diese ,Wanderungen´ Sie in einen der hübschesten Orte der Mark führen würde. Die grosse Reichhaltigkeit an alten Familienerinnerungen in Bild und Wort würde Ihnen dazu unzweifelhaft viel Vergnügen machen.“

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Jetzt hier: Den Briefwechsel von Fontane und Eulenburg zum Nachhören!