Die Napoleonischen Kriege

Unruhige Zeiten in Liebenberg

Von den Eroberungskriegen Napoleons und den darauf folgenden Befreiungskriegen zwischen 1806 und 1815 war auch Liebenberg betroffen. Fontane beschreibt eindrücklich die Gefahren und Nöte dieser Zeit, die von durchziehenden gegnerischen Soldaten für Menschen und ihr Hab und Gut entstanden.

Tief im Wald erinnert heute noch ein halb versunkenes Denkmal an diese unsichere Zeit und das in Kriegszeiten Zusammenhalt und Findigkeit für das Überleben essentiell sind.

Fontane schildert zugleich wie der junge Gutsherr Karl von Hertefeld seinen Aufenthalt im besiegten Frankreich und anschließend in England nutzt, um die dortigen Kulturleistungen kennenzulernen und zu bewundern.

In den „Fünf Schlössern“ zitiert Fontane den Gutsherrn Leopold von Hertefeld zu den Plünderungen:

„Etwa gegen neun Uhr erschienen die Marodeurs der Infanterie, die wie Strauchräuber aussahen. Sie lachten die Sauve Garde aus, rissen den Branntwein, den man ihnen in Gläsern anbot, in ganzen Flaschen an sich und drangen ins Haus. Gleich darauf hörte man das Aufstoßen der Türen und Spinden, ohne Rücksicht darauf, ob diese verschlossen waren oder nicht. Alles wurde zerschlagen. […] Es läßt sich die Raubbegierde dieser Menschen mit nichts andrem als mit der einer Tatarenhorde vergleichen.“

Audio hören ·

Jetzt hier: Die Plünderungen Liebenberg von Fontane in den fünf Schlössern beschrieben zum Nachhören!