Hans Lietzmann und seine Verbindung zu Liebenberg
Der Maler Hans Lietzmann (1872–1955) war ein Freund der Familie Eulenburg und hielt sich immer wieder in Liebenberg auf. Er unterrichtete Angehörige der Familie und prägte den Ort auch künstlerisch. 1915 schuf er das Altarbild in der Feldsteinkirche, das bis heute ein bedeutender Teil der originalen Ausstattung ist.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus dem Werk Hans Lietzmanns und ordnet sein Schaffen in den historischen Zusammenhang ein. Seine Arbeiten umfassen vor allem biblische Motive und Landschaften aus Norditalien, einer Region, zu der auch die Familie Eulenburg enge Beziehungen pflegte. Zugleich richtet die Ausstellung den Blick auf die persönliche Lebensgeschichte des Künstlers. Sie macht sichtbar, in welchem gesellschaftlichen Umfeld Hans Lietzmann lebte und arbeitete, und eröffnet damit einen differenzierten Zugang zu Kunst und Biografie.
Die Ausstellung ergänzt das Altarbild in situ in der Feldsteinkirche und macht den historischen Ort selbst zum Teil der Präsentation. Die Kirche ist heute der einzige Innenraum in Liebenberg, der mit Teilen der originalen Ausstattung die Epoche der Umgestaltung zum fürstlichen Repräsentationsort der Eulenburgs sichtbar macht.
Damit verbindet die Ausstellung Kunst, Architektur und Ortsgeschichte auf besondere Weise. Sie lädt dazu ein, Liebenberg aus einer neuen Perspektive zu entdecken.