Wir denken in Jahrzehnten
Ökologisches Gleichgewicht, in Kreisläufen denken, Biodiversität fördern: Mit Frank Luck für die Jagd und Marko Müller für den Gutsbetrieb sind in der DKB STIFTUNG zwei Experten am Werk, die ihre gesamte Arbeit mit ihren Teams der Nachhaltigkeit widmen. Und die noch einiges vorhaben.
Wenn Frank Luck auf das Jahr 2025 zurückblickt, spricht er von einem normalen Jahr. Eines, in dem die Bäume aufgrund der Trockenheit und sinkenden Grundwasserspiegel wieder zu kämpfen hatten und sich auch beim Wild in den Weiten des Liebenberger Landes kaum etwas verändert hat. Aber: „Im Forst denkt keiner von Jahr zu Jahr“, sagt unser Leiter Jagdbetrieb, „sondern in Dekaden.“
Nachhaltigkeit als Zusammenspiel von Jagd, Forstwirtschaft und Landschaftspflege
Die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit ist für uns kein Thema, das weder kurzfristig noch isoliert betrachtet wird, sondern als Zusammenspiel von Jagd, Forstwirtschaft und Landschaftspflege. Alle drei Bereiche verfolgen ein gemeinsames Ziel: natürliche Lebensgrundlagen zu bewahren, ökologische Stabilität zu fördern und Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen.
1.900 Hektar umfasst das Eigenjagdrevier der DKB STIFTUNG. 1.400 Hektar, davon 470 Hektar Wald, gehören der DKB STIFTUNG – womit wir als Eigentümerin viele Pflichten haben. Ein maßgeblicher Aspekt: die Jagd nach ökologischen Leitlinien.
Um das ökologische Gleichgewicht im Wald zu wahren, Wildschäden und das Risiko der Ausbreitung von Krankheiten zu minimieren, werden pro Jagdsaison rund 300 Stück Schalenwild erlegt, vor allem Damwild, Wildschweine und Rehwild, aber auch Fasane und Enten. Dabei ist unser Jäger Frank Luck nicht allein. Neben seinen zwei Mitarbeitenden gehen auch Gäste mit auf die Jagd: Neben der Einzeljagd gibt es drei Drückjagden im Jahr.
Unser Ziel: die natürlichen Ressourcen so gut wie möglich zu nutzen
Die bis zu rund 6 Tonnen Wildbret pro Jahr werden von einem regionalen Fleischer für die Schloss- und Seehausküche sowie für den Weihnachtsmarkt zu Wildschinken, -salami, -knacker, -bratwurst und -leberwurst veredelt. „Mit so wenigen Konservierungsstoffen wie nötig“, sagt Frank. Selbst die Knochen werden noch genutzt, etwa für Wildfond. „Auch das gehört schließlich zur Nachhaltigkeit: Alles zu nutzen, was uns das Tier gibt. Das Ziel muss immer sein, die natürlichen Ressourcen so gut wie möglich zu nutzen.“

Alles folgt dem Prinzip der Nachhaltigkeit
