Ökologische Nachhaltigkeit 2025

 

Seit unserer Gründung steht die ökologische Nachhaltigkeit im Mittelpunkt vieler Aktivitäten. Durch die Bewirtschaftung des Waldes und des Gutshofs haben wir wertvolles Wissen über Klimaschutz und Biodiversität sowie Flora und Fauna gesammelt. Dieses Wissen haben wir 2025 an mehr als 800 Kinder und Jugendliche im Rahmen zahlreicher Bildungsprojekte weitergegeben. Unseren Gutshof und den angrenzenden Wald bewirtschaften wir nachhaltig.

Wir denken in Jahrzehnten 

Ökologisches Gleichgewicht, in Kreisläufen denken, Biodiversität fördern: Mit Frank Luck für die Jagd und Marko Müller für den Gutsbetrieb sind in der DKB STIFTUNG zwei Experten am Werk, die ihre gesamte Arbeit mit ihren Teams der Nachhaltigkeit widmen. Und die noch einiges vorhaben.

 

Wenn Frank Luck auf das Jahr 2025 zurückblickt, spricht er von einem normalen Jahr. Eines, in dem die Bäume aufgrund der Trockenheit und sinkenden Grundwasserspiegel wieder zu kämpfen hatten und sich auch beim Wild in den Weiten des Liebenberger Landes kaum etwas verändert hat. Aber: „Im Forst denkt keiner von Jahr zu Jahr“, sagt unser Leiter Jagdbetrieb, „sondern in Dekaden.“

 

Nachhaltigkeit als Zusammenspiel von Jagd, Forstwirtschaft und Landschaftspflege

Die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit ist für uns kein Thema, das weder kurzfristig noch isoliert betrachtet wird, sondern als Zusammenspiel von Jagd, Forstwirtschaft und Landschaftspflege. Alle drei Bereiche verfolgen ein gemeinsames Ziel: natürliche Lebensgrundlagen zu bewahren, ökologische Stabilität zu fördern und Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen.

 

1.900 Hektar umfasst das Eigenjagdrevier der DKB STIFTUNG. 1.400 Hektar, davon 470 Hektar Wald, gehören der DKB STIFTUNG – womit wir als Eigentümerin viele Pflichten haben. Ein maßgeblicher Aspekt: die Jagd nach ökologischen Leitlinien.

 

Um das ökologische Gleichgewicht im Wald zu wahren, Wildschäden und das Risiko der Ausbreitung von Krankheiten zu minimieren, werden pro Jagdsaison rund 300 Stück Schalenwild erlegt, vor allem Damwild, Wildschweine und Rehwild, aber auch Fasane und Enten. Dabei ist unser Jäger Frank Luck nicht allein. Neben seinen zwei Mitarbeitenden gehen auch Gäste mit auf die Jagd: Neben der Einzeljagd gibt es drei Drückjagden im Jahr.

 

Unser Ziel: die natürlichen Ressourcen so gut wie möglich zu nutzen

Die bis zu rund 6 Tonnen Wildbret pro Jahr werden von einem regionalen Fleischer für die Schloss- und Seehausküche sowie für den Weihnachtsmarkt zu Wildschinken, -salami, -knacker, -bratwurst und -leberwurst veredelt. „Mit so wenigen Konservierungsstoffen wie nötig“, sagt Frank. Selbst die Knochen werden noch genutzt, etwa für Wildfond. „Auch das gehört schließlich zur Nachhaltigkeit: Alles zu nutzen, was uns das Tier gibt. Das Ziel muss immer sein, die natürlichen Ressourcen so gut wie möglich zu nutzen.“

 

Mann schneidet Wurst
Einer, der weiß, wie „From noise to tail“ geht: Frank Luck ist als Leiter Jagd nicht nur fürs Erlegen des Schalenwilds zuständig, sondern achtet auch auf dessen vollständige Veredelung.

Alles folgt dem Prinzip der Nachhaltigkeit

Mann in grünem T-Shirt füttert Schafe
Tierisch gute Arbeit: Neben 33 Schafen kümmern sich unsere Kolleg*innen auch um 450 Legehennen und 3 Ziegen.

Das kann Marko Müller nur unterschreiben. Er ist Teamleiter unseres Bio-zertifizierten Gutsbetriebs. „Was auch immer ich mit meinem Team hier mache“, sagt er, „alles folgt dem Prinzip der Nachhaltigkeit.“

 

Sein Aufgabengebiet ist vielfältig: Die 20 Hektar Rasenfläche und das gesamte Gelände samt Sträuchern, Hecken und Blumenbeeten bei Schloss und Seehaus für Veranstaltungen und Gäste in Schuss halten, dazu 12 weitere 20 Hektar als Weide und Futterfläche bewirtschaften. Unterstützung erhält er dabei – natürlich neben seinem siebenköpfigen Team, in dem auch behinderte Menschen arbeiten – von den Tieren auf dem Gelände: 450 Legehennen, 33 Schafe, 3 Ziegen. „Meine Bio-Rasenmäher“, sagt Marko nicht ohne Stolz.

 

Die Merinofleischschafe – die auch beim BNE-Projekt „Vom Schaf zum Pullover“ die Hauptrolle spielen – sind im Randbereich des Schlossparks im Rasenfress-Einsatz, was gleich zwei Effekte hat. Zum einen sparen wir dadurch Kosten für Rasenmäher Diesel und Personal. Zum anderen werden Pflanzensamen über den Kot der Tiere verteilt, was der pflanzlichen Artenvielfalt zugutekommt; die tierische Diversität profitiert, wenn kein Rasenmäher mehr Käfer und anderes Kleingetier schädigt. „Wir tüfteln gerade aus“, so Marko, „was wir noch mehr im Sinne der Biodiversität erreichen könnten.“

 

Rund 93.400 Eier haben wir 2025 verkauft

Marko Müller hat eine Mission. Er hat zentnerweise Plastik für die Siloballen abgeschafft, nutzt weder Herbizide noch Pestizide, Kunstdünger schon gar nicht, pflegt die Streuobstwiese und versucht immer wieder Neues. Im vergangenen Jahr hat er zum Beispiel ein kleines Experiment gewagt. Weil Greifvögel für die Hühner eine echte Gefahr darstellen („Die holen sich manchmal bis zu fünf Tiere in der Woche!“), hat er die drei Ziegen in die Hühner-Herden gesteckt. Zur Abschreckung. Zum Glück, schließlich sind die Eier in der Schloss- und Seehausküche, bei Mitarbeiten den und externen Kunden äußerst beliebt – bei unserer Stifterin, der DKB, steht sogar ein Verkaufsautomat in der Berliner Zentrale. 93.434 Eier wurden 2025 insgesamt verkauft.


 

Der Artikel „Wir denken in Jahrzehnten“ ist im Nachhaltigkeitsbericht 2025 erschienen.

Den vollständigen Bericht lesen Sie hier.