Freundeskreise im Widerstand: die Rote Kapelle
Wer war im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv und wie haben Menschen sich gegen das NS-Regime gewehrt? Wer war die Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ und was hat sie mit Schloss & Gut Liebenberg zu tun? Was kann für uns heute am Widerstand gegen den Nationalsozialismus interessant sein?
Diesen Fragen wird in diesem Bildungsprojekt u.a. auf Schloss & Gut Liebenberg nachgegangen. Denn Schloss & Gut Liebenberg war Heimatort von Libertas Schulze-Boysen. Sie war Mitglied des Widerstandsnetzwerkes „Rote Kapelle“ und hier trafen sich auch manche ihrer Mitglieder.
Die so genannte „Rote Kapelle“ war ein verzweigtes Widerstandsnetzwerk gegen den Nationalsozialismus. Sie war eher lose organisiert und bestand aus Berliner Freundeskreisen rund Harro Schulze-Boysen und Arvid Harnack sowie Gruppen in Westeuropa. Ihre politische Orientierung war unterschiedlichster Natur, es einte sie der Widerstand. Die Gruppe produzierte Flugblätter, sammelte Beweise für Kriegsverbrechen, informierte über diese Verbrechen und half Verfolgten. Wegen ihrer Kontakte zur Sowjetunion wurden sie von der Gestapo als Spione diffamiert und verfolgt, daher stammt der Name „Rote Kapelle“. Bekannte Mitglieder waren neben Libertas und Harro Schulze Boysen, Mildred und Arvid Harnack, Hilde und Hans Coppi, Kurt Schumacher u.v.m.
Bildungskonzept
Das Seminar rund um die „Rote Kapelle“ wird geleitet von Mitarbeiter/-innen der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Es ist modular aufgebaut und richtet sich an Jugendliche von der 9. – 12. Klasse.
Die DKB STIFTUNG unterstützt mit ihren Ressourcen die Durchführung dieses Seminars, u.a. als kostenlose Tagungsstätte.
Sie haben Interesse? Dann richten Sie Ihre Anfrage gerne direkt an die Gedenkstätte Deutscher Widerstand.
Dreitägige Seminarvariante
Das Seminarangebot kann auch als eintägiges Format auf Schloss & Gut Liebenberg durchgeführt werden.