Hidden Places
Fotografieprojekt für Schüler*innen und Erwachsene in Brandenburg
Generationsübergreifender Austausch
2026 führen wir das Fotografieprojekt „Echt meines – Hidden Places“ gemeinsam mit der Volkshochschule Oberhavel, der Regine-Hildebrandt-Schule Birkenwerder und der Fotokünstlerin Kathrin Karras durch. Wir bringen jung und alt für einen Perspektivenaustausch zusammen.
Die Teilnehmenden erlernen neue Fototechniken und tauschen sich über ihre Orte aus unterschiedlichen Perspektiven aus. Generationsübergreifend erkunden sie fotografisch einen für sie besonderen Ort in ihrer Umgebung. Das sind Plätze, zu denen sie eine Verbindung spüren, z. B. Räume, Straßen, Landschaften oder Landstriche. Der persönliche Ort wird sichtbar gemacht, die Fotografien zeigen, was ihn ausmacht.
In dem Fotografiekurs geht es um Lernen, Wahrnehmen, Entdecken, Verbinden und Reflektieren. Angeleitet durch Kathrin Karras erarbeiten die Teilnehmenden eine eigene fotografische Handschrift. Sie erfahren mehr über gestalterische Mittel in der Fotografie. In der Inklusionswerkstatt der DKB STIFTUNG bauen sie gemeinsam Leuchtkästen, die ein ausgewähltes Foto präsentieren.
Die Ergebnisse des Projektes werden im Mai 2026 in der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder ausgestellt.
Ländliche Räume zukunftsfähig gestalten
2018 und 2019 legten wir in „Hidden Places“ den Fokus auf die Gestaltung ländlicher Räume aus der Perspektive von Jugendlichen. Denn für viele gibt es keine Perspektiven in der ländlichen Umgebung: Es gibt keine weiterführenden Schulen in der Nähe, der ÖPNV wird ausgedünnt, die Infrastruktur zurück gebaut und Freizeitangebote sind rar. Viele junge Menschen ziehen für Studium, Ausbildung und Arbeit daher in die Stadt. Die Älteren bleiben zurück.
Unser Projekt „Hidden Places“ schulte die Wahrnehmung von Jugendlichen. Sie wurden befähigt sich über Kunst und Kultur fantasievoll mit ihrem Alltag im ländlichen Raum auseinander zu setzen. Mittels sozialdokumentarischer Fotografie beschäftigten sich die Mädchen und Jungen, in Form von Landschaftsfotografien, mit Eindrücken aus ihrem direkten Umfeld, ihren Empfindungen und entwickeln darüber eine Vision für die Gestaltung ländlicher Räume.
„Augen auf!“, hieß es für die Jugendlichen. Sie sollten nach Orten suchen, mit denen sie ihren Problemen, Sehnsüchten und Ängsten in Form von Fotografien Ausdruck verleihen können. Dabei nutzten sie Fotografie als Mittel der Bestandsaufnahme und der Beschreibung, diskutierten die entstandenen Aufnahmen und trafen eine Bildauswahl. Neben den theoretischen Grundlagen wie Bildaufbau, Bildgestaltung und dem Umgang mit Digitalkameras vermittelte das Projekt soziale Kompetenzen, wie Kritikfähigkeit und Selbstreflexion.