Kunstaustellung

„Der Maler Hans Lietzmann in Liebenberg“

Kunstaustellung

„Der Maler Hans Lietzmann in Liebenberg“

„Der Maler Hans Lietzmann in Liebenberg“

Hans Lietzmann war eng mit Liebenberg und der Familie Eulenburg verbunden. Die Ausstellung in der Feldsteinkirche auf Schloss & Gut Liebenberg zeigt ausgewählte Drucke und Holzschnitte des Künstlers und erzählt von seiner besonderen Beziehung zu diesem Ort.

Der Maler Hans Lietzmann (1872–1955) war mit der Familie Eulenburg befreundet und hielt sich regelmäßig in Liebenberg auf. Hier unterrichtete er unter anderem Angehörige der Familie. Zu den Schwerpunkten seines künstlerischen Schaffens zählen biblische Motive und die Landschaft Norditaliens, zu der auch die Familie Eulenburg eine enge Verbindung hatte.

 

Die Ausstellung „Der Maler Hans Lietzmann in Liebenberg“ widmet sich dieser Verbindung zwischen Künstler, Familie und Ort. In der Feldsteinkirche auf Schloss & Gut Liebenberg zeigt die DKB STIFTUNG für gesellschaftliches Engagement ausgewählte Drucke und Holzschnitte Lietzmanns. 

Sie ergänzen das bis heute in der Kirche erhaltene Altarbild des Künstlers aus dem Jahr 1915.

 

Hans Lietzmann und die Feldsteinkirche Liebenberg

Nach einem Brand im Jahr 1892 ließ Fürst Philipp zu Eulenburg und Hertefeld den Innenraum der Liebenberger Kirche neu gestalten. Für das raumprägende Altarbild gewann er seinen Freund Hans Lietzmann. Das 1915 entstandene Werk bildet heute einen zentralen Bezugspunkt der Ausstellung.

 

Im selben Jahr schuf Lietzmann, mitten im Ersten Weltkrieg, seine Holzschnitte zur Offenbarung des Johannes. Auch diese Arbeiten geben Einblick in die intensive Beschäftigung des Künstlers mit religiösen Themen.

Ab 1924 fertigte Lietzmann für die Preußische Hauptbibelgesellschaft farbige Drucke zu den Evangelien an. Für diese Werke verlegte er die biblischen Szenen in die Landschaft des Gardasees. Die Motive fanden als Anschauungsmaterial, Postkarten und in einer Ausgabe des Neuen Testaments weite Verbreitung und zählen zu seinen bekanntesten Arbeiten.

 

Lietzmann in Liebenberg und Falkenthal

Die Ausstellung bezieht auch die benachbarte Kirche in Falkenthal ein. Dort können neben weiteren Drucken Lietzmanns auch die drei Teile eines 1922 entstandenen Altarbildes besichtigt werden. Auf einem der Altarflügel ist eine Ansicht des Dorfes Falkenthal zu erkennen. Im Zentrum des Werkes steht das Ostergeschehen in einem blühenden Garten.

 

So ermöglichen die Kirchen in Liebenberg und Falkenthal einen besonderen Zugang zum Werk Hans Lietzmanns und machen zugleich seine Verbindung zur Region sichtbar.

 

 

Ausstellung und Eröffnung

Die kostenfreie Ausstellung wird am 13. September 2026 zum Tag des offenen Denkmals eröffnet. Zur Eröffnung gibt Pfarrer i. R. Schein in einem Vortrag Einblicke in das Leben und Werk Hans Lietzmanns.

Anschließend ist die Ausstellung bis 2027 täglich während der Öffnungszeiten der Feldsteinkirche Liebenberg für Besucher*innen zugänglich.

 

 

2026-2027

 

Der Maler Hans Lietzmann in Liebenberg

 

Wirkungsfeld:

Kulturelles Erbe

 

Ansprechpartner*in:

Jan Bejšovec, Kurator Kulturelles Erbe Schloss und Gut Liebenberg, museum@dkb-stiftung.de

 

Wirkungsziel 1:

Das künstlerische Wirken Hans Lietzmanns und seine Verbindung zur Familie zu Eulenburg und zur Geschichte Liebenbergs vermitteln

 

Wirkungsziel 2:

Das kulturelle Erbe in den Kirchen von Liebenberg und Falkenthal für Besucherinnen und Besucher sichtbar und erfahrbar machen

 

Wirkungsziel 3:

Menschen für die regionale Kunst- und Kulturgeschichte sensibilisieren und einen niedrigschwelligen Zugang zu historischen Kunstwerken ermöglichen

 

Das Projekt leistet damit einen Beitrag zum UN-Nachhaltigkeitsziel SDG 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, insbesondere zum Erhalt und zur Vermittlung des kulturellen Erbes.