Nachhaltige Waldbewirtschaftung
Der DKB STIFTUNG gehören 436 Hektar Wald. Sie sind Teil des alten Gutshofs von Schloss & Gut Liebenberg. Unser Jagdrevier ist sogar noch größer: Wir bejagen 1.900 Hektar Fläche rund um Liebenberg. Dabei ist unser Inklusionsbetrieb mit der Bewirtschaftung und Pflege des Waldes sowie der Jagd beauftragt.
Wald als komplexes Ökosystem mit vielfältigem Nutzen
Der Wald ist ein komplexes Ökosystem der versorgende, regulierende, kulturelle sowie unterstützende Leistungen für unsere Gesellschaft erbringt.
- Er stellt Rohmaterialien wie z. B. Holz bereit. Nahrungsmittel – Beeren, Pilze, etc. – wachsen dort und der Waldboden filtert Trink- und Brauchwasser.
- Der Wald bindet Kohlenstoff, er kühlt, er filtert Luftschadstoffe und bietet Wasser Rückhalt.
- Der Wald kann zur Erholung, Naturerfahrung, Forschung und Bildung oder auch traditionelle Zeremonien genutzt werden. Er hat eine ästhetische Wirkung auf das Landschaftsbild.
- Wald stellt zudem ein Habitat für Tiere bereit, er schützt die Biodiversität und fördert damit die Resilienz des Ökosystems.
In der DKB STIFTUNG schützen wir unseren Waldbestand auf nachhaltige Weise und sorgen für einen breiten Nutzen in der Gesellschaft.
Ausbau der nachhaltigen Forstwirtschaft
Eine nachhaltige Forstwirtschaft ist eine Maßnahme gegen die Klimakrise und schützt die Biodiversität. Dabei muss auch unser Wald naturnah umgebaut werden. So verbessern wir sowohl die Klimaschutzfunktion des Waldes als auch seine Anpassungsfähigkeit an veränderte Klimabedingungen.
Aktuell streben wir eine größere Baumartenvielfalt an. Wir orientieren uns dabei an den Grundsätzen für ökologischen Waldumbau. Ein Mischwald ist widerstandfähiger als eine Monokultur. Der umgebaute Wald kann Stürme, Feuer und Frost überstehen. Auch gegen Insektenfraß sind diese Wälder besser geschützt. Durch eine höhere Schattenwirkung der Laubbäume bleibt der Waldboden länger feucht und die Waldtemperatur ist im Sommer niedriger. Das Laub der Bäume verbessert außerdem die Nährstoffversorgung des Bodens.
Seit durch einen Gewittersturm im August 2013 ca. 8.000-10.000 Fm Sturmholz gefallen sind, forsten wir überwiegend mit Laubbaumarten auf, in dem wir unter Nadelbäumen vermehrt Laubbäume pflanzen. So sind seitdem ca. 40-50 Hektar an Forstgatter mit Laubbaumarten entstanden.

Wald als Grundlage für nachhaltige Stiftungsarbeit
Unser Wald ist zudem die Grundlage für die nachhaltige Stiftungsarbeit:
- Wir nutzen den Liebenberger Forst für Bildungsprojekte, z. B. für den Liebenberger Waldtag.
- Das Holz, das wir im Liebenberger Forst gewinnen, wird in unserer Tischlerei weiterverarbeitet, z. B. zu Schneidebrettern oder Holztischen.
- Mit den Hackschnitzeln betreiben wir unsere klimafreundliche Heizung auf Schloss & Gut Liebenberg.
- Der Liebenberger Forst ist öffentlich zugänglich und kann von allen Bewohner*innen des Löwenberger Landes zur Erholung und Naturerfahrung genutzt werden.
Damit leisten wir einen Beitrag zum Gemeinwohl im Löwenberger Land. Die Pflege und Bewirtschaftung unseres Waldes zahlt auf SDG 13 Klimaschutz, SDG 12 Nachhaltiger Konsum und Produktion sowie auf SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden ein.